Wofür stehen die „Veden“? Die Vedische Astrologie steht für die traditionelle Astrologie Indiens und wird auch "Hindu-Astrologie" oder "Jyotisha" genannt. Mit "Vedisch" ist gemeint, dass diese Astrologie Indiens den Veden entlehnt ist, also eine Verbindung zu den Veden hat. Die Veden, die auch als die "Vedas" bezeichnet werden stellen die umfangreichste und älteste Schriftensammlung der Menschheit dar. Am Anfang ihrer Entstehung wurden sie auch nur mündlich durch Schülernachfolge weitergegeben, d. h. der Guru gab das Wissen nur in mündlicher Form an seinen Schüler weiter. Diese Texte wurden in Sanskrit verfasst. Sanskrit gilt als die Älteste aller Sprachen und stellt auch den Ursprung der indogermanischen Sprachen dar. Die Veden beinhalten umfassende Informationen über Spiritualität, Weisheit, Philosophie, Kunst, Architektur, Gesundheit (Ayurveda) und viele andere Bereiche des menschlichen Lebens. Vedisch enthält das Sanskritwort "Veda", welches für Wissen, Wahrheit aber auch Heiliges Gesetz steht. Denn der eigenen Überlieferung nach stellen die Veden in ihrer Essenz keine "menschlichen Forschungsergebnisse" dar, sondern kommen vom höchsten Gott, Sri Krsna selbst. Sri Krsna gilt als der höchste Gott und  kam als die 8. Inkarnation Vishnus in menschlicher Form auf die Erde. Dieser offenbarte das zeitlose Wissen, die Veden, am Anfang der Schöpfung über Brahma, dem Schöpfer, dem Sonnengott, der im gegenwärtigen Zeitalter Vivasvan heißt. Er ist der König der Sonne, die der Ursprung aller Planeten im Sonnensystem ist. Von dort ging das Wissen an Manu. Manu gilt als "Vater" der Menschheit, vergleichbar mit dem "Adam" der Christen. Den zentrale Text der Veden stellt bis heute die "Bhagavad-Gita“ dar. Die Bhagavad-Gita ist die "Bibel der Hindus", worin der zeitlose Dialog zwischen Gott Krishna und dem "suchenden Menschen“, dargestellt durch Arjuna, festgehalten ist. Manu lehrte diese seinem Sohn, Maharaja Iksvaku. Dieser galt als erster König der Erde und als Vorvater der Raghu-Dynastie. Damit ist die "Kernbotschaft" der Veden viele Millionen Jahre alt, aber sie wurde vom Herrn, also Sri Krsna, erneut gesprochen und zwar vor 5 000 Jahren zu seinem Schüler Arjuna auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra. Kurukshetra liegt 160 Kilometer nördlich von Dehli. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Veden primär mündlich überliefert worden und nicht gegliedert, sondern wurden durch die Brahmanen pausenlos auswendig rezitiert, und das bei diesem riesigen Ausmaß an Versen (Sutren). Ein Brahmane ist ein Hinduistischer Priester bzw. sie gelten als Lehrer und Gelehrte der Veden. Da aber mit dem Eintritt in das Weltzeitalter des "Kali- Yugas die menschliche Gedächtnisleistung und die Lebenserwartung abnahm, wurde durch den erleuchteten Seher Vyasa die Veden in 4 Zweige unterteilt, damit die Lehren leichter für den "normalen Menschen" zugänglich sind. Den Veden nach gibt es 4 "Weltzeitalter", die Yugas und jetzt leben wir im "Kali-Yuga". 2012 endete hier ein Unterzyklus dieses 432 000 Jahre dauernden Yugas, sodass mit 2012 ein Wendepunkt eintrat. Die 4 Zweige der Veden sind die Rig-Veda, die Sama-Veda, die Yajur-Veda und die Athar-Veda.  Diese 4 "Vedas" haben dann 6 Glieder, wovon Jyotish, die Vedische Astrologie, eines ist.